Unser Verein

Heimlich naschen - auf dem Weg in die Essstörung

Wir haben unseren Verein zur Förderung eines selbstbestimmten Essverhaltens im Frühsommer 2009 gegründet, weil wir Fachleute aus der Praxis und aus wissenschaftlichen Studien wissen, dass immer mehr Menschen durch die zahlreichen Informationen über gesunde Ernährung und Essstörungen verunsichert sind und mit schlechtem Gewissen essen.

An wen richtet sich unser Angebot?

So vielfältig die Problematiken rund um das Essen sein können, so unterschiedlich sind die Menschen, für die wir da sind. Da gibt es:

  • den übergewichtigen Mann, der immer wieder Mitglied in einer Gruppe zum Abnehmen ist, alles über die gesunde Ernährung weiß und trotzdem immer dicker wird,
  • den jugendlichen Schiedsrichter, der zuverlässig seine Arbeit auf dem Fußballplatz und in der Lehre erledigt, aber heimlich isst und erbricht,
  • die Schülerin, die glaubt, dass sie durch Modelmaße mehr Anerkennung in ihrer Klasse haben wird und in den Hungerstreik tritt,
  • die jugendlichen Migranten, die gemobbt werden, weil sie dicker als der Durchschnitt in der Sportgruppe sind und
  • die Eltern, die zwanghaft das Gewicht ihrer normalgewichtigen Tochter kontrollieren, damit sie nicht "aus den Fugen gerät".

Ursachen

Das sind alles Themen aus der alltäglichen Praxis. Die ständige Berieselung über das, was gesund ist und schlank macht, führt in der Regel nicht dazu, dass die meisten Menschen sich an die Empfehlungen halten. Auch wird im Zusammenhang mit Essstörungen immer wieder der gestörte Umgang mit dem Essen problematisiert, obwohl es darum in erster Linie gar nicht geht. Zwar essen die Betroffenen falsch und gefährden ihre Gesundheit, aber das Essverhalten ist ein Symptom der Erkrankung, nicht die Ursache.

Zudem wird die Bevölkerung mit zahlreichen Studien zum Essverhalten, zur gesunden Ernährung, zum Übergewicht und zu Essstörungen "gefüttert", die für den Einzelnen wissenschaftlich nicht nachvollziehbar und selbst oft für Fachleute schwierig zu überprüfen sind.