Die Ernährungsberatung bei Ess-Störungen

In der Ernährungsberatung können Fragen zur persönlichen Ernährung individuell bearbeitet werden. Auch Menschen mit einer Essstörung suchen die Ernährungsberatung auf. Die Ernährungsberaterin sollte für die Ziele und Anliegen des Kunden offen sein und darauf achten, dass der Klient selber entscheidet, in welchem Umfang und Tempo er an seinen Ess- und Trinkproblemen arbeiten möchte.

Ein klassischer Ernährungsberatungsbaustein ist die Erarbeitung eines Ernährungsplans. Dieser wird ausgehend von der aktuellen Esssituation individuell erstellt. Dabei werden Vorlieben und Abneigungen berücksichtigt und erste Veränderungswünsche eingespeist. Ein Ernährungsplan kann aber immer nur ein vorrübergehendes Hilfsmittel sein. In Beratungsprozessen wird deshalb ein Plan den wachsenden Ansprüchen angepasst. Ab einem BMI von 18,5 sollte ein Ernährungsplan nur noch für schlechte Tage bereitgehalten und das freie Essen geübt werden.

Viele Kunden haben, wenn sie die Ernährungsberatung aufsuchen, längst ein stabiles Gewicht erreicht und suchen Unterstützung dabei, freier zu essen. Manche wollen auch noch einmal etwas zunehmen/abnehmen oder kämpfen mit Essanfällen. Eine gute Analyse des Essverhaltens - ergänzt durch medizinische und ernährungswissenschaftliche Kurzinformationen - schafft Verständnis für die aktuelle Esssituation und eröffnet den Blick auf neue Essstrategien. Neues wird erst einmal vorsichtig erprobt und dann schrittweise eingeübt.

Es gibt noch ein weites Spektrum an Fragen, die in der Ernährungsberatung immer wieder angesprochen werden: Ursachen für Gewichtsschwankungen, Essen vor dem Sport, ausreichend Trinken, Zahnhygiene nach dem Erbrechen, Set Point-Theorie u.a. Auch hier geht es stets darum, die Situation zu verstehen und dadurch Handlungsalternativen zu entwickeln.

Bei Interesse an einer Ernährungsberatung:

 

  • Lassen Sie sich vom Arzt eine Notwendigkeitsbescheinigung geben, dann beteiligen sich die gesetzlichen Krankenkassen an den Kosten. Der Arzt muss eine ernährungsabhängige Diagnose angeben, z.B. Untergewicht, Anorexia nervosa, Lebensmittelunverträglichkeit.
  • Suchen Sie über die Krankenkasse oder das Internet eine zertifizierte Ernährungsberaterin (zertifiziert nach DGE, VDOE, Queteb oder VDD).
  • Versuchen Sie per Telefon, per E-Mail oder Kennenlerngespräch einen Eindruck von der Beraterin zu bekommen. Die Beraterin sollte für Ihre ganz persönlichen Wünsche und Ziele offen sein und nicht dogmatisch arbeiten.
  • Lassen Sie sich von der Ernährungsberaterin einen Kostenvoranschlag erstellen. Diesen reichen Sie zusammen mit der ärztlichen Notwendigkeitsbescheinigung beim Arzt ein.

Annette Schwager,  Dipl. Oec. Troph.

 

 

Der Montag ist genauso wertvoll wie der Sonntag

Ich bin jedesmal über die vielen Nörgeleien auf Facebook am Montag - manchmal schon am Sonntag – verblüfft und erstaunt. Da werden lustige Bilder vom anstrengenden Montag gepostet und es wird einem in ziemlich negativer Sprache mitgeteilt, dass die Woche so lang und schrecklich ist. Jeden Tag auf`s Neue – der negative Höhepunkt der Woche ist der « Mittelfinger-Mittwoch » – danach kann es nur besser werden. Nur noch der Donnerstag und am Freitag wird`s dann anders. Das Wochenende steht bevor - juhuuuu. Das lebenswerte Wochenende. Hier lohnt es sich zu leben, zu feiern, zu genießen.

Im Umkehrschluss heißt das : Montag bis Freitagmittag ist nicht wirklich lebenswert. Deine Arbeit unter der Woche ist genauso wenig erfüllend wie Freunde, Familie, Verabredungen, Sport.

Wenn wir beherzigen, das Montag bis Freitag nicht wirklich lebenswert ist, werten wir unser Leben im Jetzt ab und verpassen den größten Teil unseres Lebens. Wir leben für die Zukunft : für das nächste Wochenende, den nächsten Urlaub, die Rente…. Ist das sinnvoll ?

Ich finde, jeder Tag und jede Minute ist wertvoll und ist es wert, bewusst gelebt zu werden. Wir haben jeden Tag ungefähr 16 Stunden, in denen wir wach sind, und uns jederzeit fragen  können, wie wir unser Leben gestalten wollen. Ich habe z.B. jederzeit die Möglichkeit in meinen Alltag kleine Achtsamkeitsübungen  einzubauen und so sinnerfüllter zu leben. Dankbar zu sein, das alles erleben zu dürfen.

Der Montag ist also genauso wertvoll und lebenswert wie jeder andere Tag der Woche.

 

Kleine Übung für den Alltag :

Stufe für Stufe

 

Das Treppensteigen gehört für viele zu einer täglichen Routinetätigkeit. Auch hierbei ist es möglich, Achtsamkeit zu üben, indem auf jede einzelne Stufe geachtet wird. Das Ganze kann auch mit einer bewussten Atmung kombiniert werden.

Anleitung:

 

  • Nehmen Sie langsam eine Stufe nach der anderen und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit ausschließlich auf Ihre Beinarbeit und die Atmung.
  • Entscheiden Sie sich für einen bestimmten Atemrhythmus und atmen Sie zum Beispiel zwei Stufen tief ein und die folgenden zwei Stufen aus.

 

 

 

Neues Seminar: Die Reise zum inneren Kind

Wenn ungelebte Lebendigkeit leben will und nicht darf, kann sich dies in Leiden zeigen. Das „Leiden“ entsteht meist in der Kindheit. Kinder sind Lebenskünstler und entwickeln Überlebensstrategien, um den emotionalen Verletzungen auszuweichen oder die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit und Liebe zu erfüllen. Mit diesen Verhaltensmustern und Strategien ist es uns als Kind gelungen, Schmerzen und Ängste so weit wie möglich aus dem Weg zu gehen.

Und obwohl wir diese verinnerlichten Verhaltensmuster als Erwachsene nicht mehr brauchen, existieren sie weiterhin – z. B. als Glaubenssätze.

Unser inneres Kind (das kleine Kind von damals aus der Kindheit) lebt weiter in unserem Inneren und hat Sehnsüchte nach bedingungsloser Liebe, Aufmerksamkeit und Anerkennung. Als Erwachsener ist dies häufig mit Angst verbunden – wieder verletzt oder zurückgewiesen zu werden. Das verletzt unser inneres Kind aufs Neue.

An diesem Wochenende geht es um Selbstachtung, Selbstfürsorge, Lebensfreude, Gelassenheit, Achtsamkeit und Abgrenzung mit unserem inneren Kind – alle Themen, die im Alltag leider zu wenig beachtet werden.

Ziel des Seminars ist es, zu erfahren, wie wir unserem inneren Kind in einer fürsorglichen und liebenden Einstellung  begegnen können.

Inhalt:

- Achtsamkeit

- Reise zum inneren Kind

- Innere Kind (Verhaltensmuster) erkennen, annehmen und versorgen

- Glaubenssätze

 

Anzahl der TeilnehmerInnen: 6-8

Termin: 04.-05.11.2016

Kosten: 150,- € plus Übernachtung

 

 

 

Vortrag von Dr. Maya Götz, Leiterin des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen

Am 06.06.2016, 19.00, Bremen, VHS, Bamberger Saal referiert Frau Dr. Götz zum Thema „Von Prinzessin Lillifee zu Germany`s Next Topmodel“, gibt einen Überblick über diverse Studien zum Thema Essstörungen im Bereich Kinder- und Jugendfernsehen.

 

 

Kostenloser download von Anad e.V. 
„Warum seh’ ich nicht so aus?“ Fernsehen im Kontext von Essstörungen

Wie Sendungen zum Teil der Essstörung werden
- „Extrem schön – endlich ein neues Leben“, um sich überlegen zu fühlen
- „Extrem schwer“ und „the biggest Loser“ – Tipps zum Abnehmen
- Die Geschichte von Lilly Seefeld (GZSZ)
- Kochsendungen, wie „das perfekte Dinner“, um sich satt zu sehen
- Germany`s Next Topmodel“
- und noch einiges mehr

 

https://www.anad.de/metanavigation/presse-und-medien/themen/themen-detail/artikel/ihr-weg-zum-kostenlosen-buch-download/

 

 

 

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