Trauer und Loslassen

 

Unser Leben besteht aus vielen kleinen und großen Abschieden und Loslassen. Wir verabschieden uns von Fähigkeiten, Besitz, Lebensqualität, Beziehungen, Plänen oder auch menschlichen Zuwendungen. Mal freiwillig, mal unfreiwillig, mal leidvoll, mal befreiend.

Das Gefühl, das in der Regel den Prozess des Loslassens begleitet, neben Angst und Wut, manchmal auch Erleichterung und Freude, ist das Trauern. Trauer wird individuell und subjektiv erlebt; folglich gibt es kein richtiges oder falsches Trauern.

Trauer ist keine Krankheit und: ein leichtfertiger Umgang mit ihr, kann krank machen. Trauer ist uns gegeben, um Schmerzen des Verlustes zu bewältigen; Trauer kann fließen und nach Außen gelangen, wenn wir ihr keine Hindernisse in den Weg stellen. Durch das bewusste Durchleben von Trauer und Loslassen, wird ein Reifungsprozess in Gang gesetzt und ein Neugewinn der eigenen Identität durchlebt.

In der Trauerphase gilt es, den eigenen Wert, den eigenen Lebenssinn zu entdecken. Eine Zeit des Umbruchs – Altes ist noch nicht verabschiedet, Neues ist noch nicht greifbar.

Ideen:

  • Worüber bin ich traurig?
  • Dank an die Trauer
  • Loslassen - innehalten - verwandeln
  • in Bewegung kommen
  • Sinn geben