Wenn (Nicht)Essen zum Problem wird - leibliche Körperbildarbeit

Ess-Störungen zählen zu den psychosomatischen Erkrankungen mit Suchtcharakter. Den Suchtcharakter macht hierbei das (Nicht-)Essen, die ständige gedankliche Beschäftigung mit Essen und dem eigenen Körperbild sowie die Gewichtszu- und abnahme aus. In den seltensten Fällen sind Essstörungen Ernährungsstörungen. Hinter den Krankheitsbildern der verschiedenen Essstörungen (Bulimie, Anorexie, Esssucht) stehen in den meisten Fällen ein emotionaler Mangelzustand und eine „Störung“ des Körpererlebens und damit des leiblichen Körperbildes.

 

„Ich sehe die leibliche Körperbildarbeit als eine kreative Methode Ess-Störungen zu verstehen und eine passende Ergänzung zur systemischen Therapie“, so Claudia Kapahnke-Blaase, Vorsitzende des Vereins EssLust e.V.. „In den letzten zwei Jahren habe ich eine spannende Weiterbildung zur leiblichen Körperbildarbeit für den Bereich Essstörungen absolviert. Ich bin begeistert und davon überzeugt, dass diese Art der Arbeit nicht nur, für Menschen mit einer Essstörung geeignet ist, sondern für alle, die sich in ihrem Körper unwohl fühlen.

 

Die leibliche Körperbildarbeit orientiert sich nicht an von außen gesetzten Maßstäben oder Schönheitsidealen, sondern würdigt das individuelle, eigensinnige Körpererleben jedes Menschen und fördert das In-sich-Wohnen, also das In-sich-Wohlfühlen. Leiblichkeitskonzepte beziehen sich auf den Zusammenhang von Körper und Bewusstsein. Die Grundlage des Sich-selbst-bewusst-Seins ist die Wahrnehmung des Leibes, der wir sind (unsere Ausstrahlung, Energie, das Lebendige) und des Körpers, den wir haben (den wir trainieren, modellieren, reparieren, behandeln).

 

 

 

Der Verein EssLust e.V. bietet eine Reihe von Selbsterfahrungsworkshops zu dem Thema an. Diese sind für alle Menschen geeignet, die sich weiter entwickeln wollen. Dafür muss man keine Essstörung haben.

 

 

 

 

 

24.- 26.11.2017: Leibliche Körperbildarbeit
Jede Essstörung ist eine Störung des Körpererlebens und damit des leiblichen Körperbildes. Leibliche Körperbildarbeit würdigt das individuelle, eigensinnige Körpererleben jedes Menschen und fördert das In-sich-Wohnen. Dieses Seminar ist auch für alle geeignet, die unabhängig vom Essstörungsbezug die leibliche Körperbildarbeit kennenlernen wollen. Eine intensive kreative Arbeit, die den Zusammenhang zwischen Bewertung (z. B. „der zu dicke Bauch, der weg soll“) und Körpererleben („im Bauch spüre ich meine Bedürfnisse und Gefühle“) thematisiert und spürbar macht.
Kosten: 260,- €
zzgl. Materialkosten

 

 

19. – 20.01.2018: Das Drama der inneren Leere
Fast alle Menschen, die an Essstörungen erkrankt sind, haben existenzielle Leere-Erfahrungen durchlitten. Mit Grundbedürfnissen des Herzens ins Leere zu gehen, hat nachhaltige Folgen: Misstrauen, Rückzug, das Gefühl der Wirkungslosigkeit. Das Gefühl, nicht gehört zu werden, übersehen zu werden, wird oft durch Kämpfe gegen den Körper zu kompensiert. In diesem Workshop werden Wege vermittelt, wie man Leereerfahrungen und ihren Folgen nachspüren kann und wie Wege zu Gehört werden und Gesehen werden  beschritten werden können.
Kosten: 135,- €
zzgl. Materialkosten

 

 

16. – 17.02.2018: Arbeit mit dem inneren Kern – dem inneren Kind
Wenn Lebendigkeit leben will und nicht darf, kann sich dies in Leiden zeigen. Das „Leiden“ entsteht meist schon in der Kindheit. Kinder sind Lebenskünstler und entwickeln Überlebensstrategien, um den emotionalen Verletzungen auszuweichen oder die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit und Liebe zu erfüllen. Mit diesen Verhaltensmustern und Strategien ist es uns als Kind gelungen, Schmerzen und Ängsten so weit wie möglich aus dem Weg zu gehen. Und obwohl wir diese verinnerlichten Verhaltensmuster als Erwachsene nicht mehr brauchen, existieren sie weiterhin – z. B. als Glaubenssätze. Unser inneres Kind (das kleine Kind von damals aus der Kindheit) lebt weiter in unserem Inneren und hat Sehnsüchte nach bedingungsloser Liebe, Aufmerksamkeit und Anerkennung.
Als Erwachsener ist dies häufig mit der Angst wieder verletzt oder zurückgewiesen zu werden, verbunden. Das verletzt unser inneres Kind aufs Neue. An diesem Wochenende geht es um Selbstachtung, Selbstfürsorge, Lebensfreude, Gelassenheit, Achtsamkeit und Abgrenzung mit unserem inneren Kind – alle Themen, die im Alltag leider zu wenig beachtet werden. Ziel des Seminars ist es, zu erfahren, wie wir unserem inneren Kind in einer fürsorglichen und liebenden Einstellung  begegnen können.
Kosten: 135,- €
zzgl. Materialkosten

 

 

 

07. – 08.09.2018: Zwischen Maßlosigkeit und Kontrolle
Wie erlebe ich mich und meine Welt? Wie tobt der Krieg zwischen Maßlosigkeit und Kontrolle? Wann bin ich z. B. in meinem Essverhalten maßlos und wann fange ich an, mich zu kontrollieren? Was hat Maßlosigkeit und Kontrolle mit meinen Bedürfnissen und Gefühlen zu tun? Welchen Sinn macht er für mich? Wie kann er beendet werden? Auf all diese Fragen werden Antworten gefunden.
Kosten: 135,- €
zzgl. Materialkosten

 

 

12. – 13.10.2018: Das Drama der inneren Leere

 

Fast alle Menschen, die an Essstörungen erkrankt sind, haben existenzielle Leere-Erfahrungen durchlitten. Mit Grundbedürfnissen des Herzens ins Leere zu gehen, hat nachhaltige Folgen: Misstrauen, Rückzug, das Gefühl der Wirkungslosigkeit. Das Gefühl, nicht gehört zu werden, übersehen zu werden, wird oft durch Kämpfe gegen den Körper zu kompensiert. In diesem Workshop werden Wege vermittelt, wie man Leereerfahrungen und ihren Folgen nachspüren kann und wie Wege zu Gehört werden und Gesehen werden  beschritten werden können.
Kosten: 135,- €
zzgl. Materialkosten 


16. – 17.11.2018: Arbeit mit dem inneren Kern – dem inneren Kind
Wenn Lebendigkeit leben will und nicht darf, kann sich dies in Leiden zeigen. Das „Leiden“ entsteht meist schon in der Kindheit. Kinder sind Lebenskünstler und entwickeln Überlebensstrategien, um den emotionalen Verletzungen auszuweichen oder die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit und Liebe zu erfüllen. Mit diesen Verhaltensmustern und Strategien ist es uns als Kind gelungen, Schmerzen und Ängsten so weit wie möglich aus dem Weg zu gehen. Und obwohl wir diese verinnerlichten Verhaltensmuster als Erwachsene nicht mehr brauchen, existieren sie weiterhin – z. B. als Glaubenssätze. Unser inneres Kind (das kleine Kind von damals aus der Kindheit) lebt weiter in unserem Inneren und hat Sehnsüchte nach bedingungsloser Liebe, Aufmerksamkeit und Anerkennung.
Als Erwachsener ist dies häufig mit der Angst wieder verletzt oder zurückgewiesen zu werden, verbunden. Das verletzt unser inneres Kind aufs Neue. An diesem Wochenende geht es um Selbstachtung, Selbstfürsorge, Lebensfreude, Gelassenheit, Achtsamkeit und Abgrenzung mit unserem inneren Kind – alle Themen, die im Alltag leider zu wenig beachtet werden. Ziel des Seminars ist es, zu erfahren, wie wir unserem inneren Kind in einer fürsorglichen und liebenden Einstellung  begegnen können.
Kosten: 135,- € zzgl. Materialkosten

 

 

 

 

 

In meiner Arbeit begleite ich Sie in einer respektvollen Haltung auf Augenhöhe. Begegnungen gestalte ich so, dass ein wertschätzender und würdigender Umgang mit sich selbst und anderen möglich wird. Ich verstehe körperliche und psychische Symptome als wertschätzende Rückmeldung über unerfüllte Bedürfnisse, bei denen ein Mangel erlebt wird und ich unterstütze dabei, diese Signale verstehbar zu machen.